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Aktuelles

  • Protokoll der Mitgliederversammlung

    15. März 2018, Westin Grand Hotel 2018

    Protokoll der Mitgliederversammlung der Deutschen

    interdisziplinären Gesellschaft für Dysphagie

    15. März 2018, Westin Grand Hotel München

     

    Anwesende Mitglieder und Eröffnung der Mitgliederversammlung

    Insgesamt waren 61 Mitglieder laut beiliegender Unterschriftsliste anwesend

    Der erste Vorsitzende, Herr Prof. Dr. Hörmann, eröffnete um 18.15 Uhr die

    Mitgliederversammlung und begrüßte die Erschienenen. Er stellte die satzungsgemäße

    Einberufung und Beschlussfähigkeit fest.

     

    Hierauf gab er die mit der Einladung angekündigte Tagesordnung bekannt und fragte nach Ergänzungen:

     

    1) Bericht des 1. Vorsitzenden

    2) Bericht des Kongresspräsidenten 2018

    3) Bericht des 2. Vorsitzenden

    4) Bericht des Sekretärs

    5) Bericht der Schatzmeisterin

    6) Entlastung des Vorstands

    7) Wahl des/der Tagungspräsident/in 2019

    8) Sonstiges

     

    Zu TOP 1

    Herr Prof. Hörmann dankte zu Beginn der Versammlung Herrn Prof. Wirth als amtierendem

    Kongresspräsidenten für die Organisation der Jahrestagung und Frau Dr. Graf für die

    Organisation der Workshops in Kooperation mit dem Klinikum rechts der Isar sowie für ihre

    Tätigkeit als Schatzmeisterin. Sein Dank galt ebenso Prof. Dziewas als zweitem

    Vorsitzendem, der beim ersten Dysphagiekongresses in China zusammen mit Prof. Hörmann den ersten FEES-Kurs abhalten wird.

    Besonders dankte er auch der DGE-BV für die Beherbergung der DGD im Rahmen ihrer

    Jahrestagung sowie der COCS GmbH für ihre Unterstützung bei der Organisation der

    Jahrestagung und für die Betreuung der Geschäftsstelle.

     

    Zu TOP 2

    Prof. Wirth als amtierender Kongresspräsident bedankte sich bei allen Mitgliedern der DGD

    für ihre rege Beteiligung bei der Jahrestagung. Mit 34 Abstracts beläuft sich der Anteil der

    sich aktiv an der Jahrestagung beteiligenden Mitglieder auf 15 %. Ferner dankte er allen

    eingeladenen Referenten für ihre große Bereitschaft zur Unterstützung der Tagung. Dank

    gebührt auch Prof. Feußner, welcher innerhalb kürzester Zeit die Sitzung „ösophageale

    Dysphagie“ organisierte sowie Frau Dr. Graf für die Organisation der Workshops. Herr Prof.

    Wirth dankte ferner der DGE-BV für die reibungslose Zusammenarbeit und für die

    wohlwollende Aufnahme und Beheimatung der DGD sowie der Firma COCS für die

    Unterstützung bei der Kongressorganisation.

     

    Zu Top 3

    Prof. Dziewas ging auf die Rolle der Dysphagie bei großen internationalen Leitlinien ein und

    verwies auf die ESPEN Guidelines, die nun publiziert sind. Ferner erwähnte er die

    Europäischen Leitlinien zur Schlaganfall bedingten Dysphagie in Kooperation mit

    europäischen Gremien, die auf den Weg gebracht seien. Neue Ergebnisse werden eventuell

    schon auf der nächsten DGD-Jahrestagung präsentiert werden können.

     

    Zu TOP 4

    Herr Ledl ging auf die Aufgaben der DGD und die Gestaltung der Website ein.

    Oftmals werden an die DGD Anfragen zu Behandlungsoptionen oder –spezialisten

    herangetragen. Die DGD kann bzw. will hier keine Empfehlungen aussprechen, da die

    individuellen Situationen nicht eingeschätzt werden können. Zudem sei das Ziel der DGD als

    Verein der wissenschaftliche Austausch und dessen Förderung.

    Bzgl. der Anregung, bestimmte Behandlungsvorgänge auf die Website aufzunehmen,

    antwortete Herr Ledl, dass dies nicht ohne Weiteres umzusetzen sei, denn wie würde man

    auswählen bzw. nach welchen Kriterien und wie legt man Evidenzen fest, dass man eine

    Untersuchung tatsächlich so durchführt. Stattdessen, so Herr Ledl, sollen Leitlinien

    verschiedener Fachgesellschaften auf die Website aufgenommen werden. Dies soll in einem

    künftig einzurichtendem Mitgliederbereich auf der Website erfolgen. Zur Diskussion steht

    dabei noch die Aufnahme ausländischer Leitlinien. Mitglieder der DGD können die Leitlinien

    gerne ergänzen und Anregungen geben. Darüber hinaus wird von der COCS GmbH die

    Einrichtung eines Chatrooms oder Kommunikationsforum im Mitgliederbereich geprüft.

    Zusätzlich sollen im Mitgliederbereich auch Veröffentlichungen unter der Rubrik „von

    besonderem Interesse“ möglich sein, wobei bei Antragstellung eine kurze Begründung für die Aufnahme angegeben werden soll. Bzgl. der Aufnahme Büchern bzw. kommerziellen

    Veröffentlichungen und Veranstaltungsveröffentlichungen stellt sich das Problem, wer über

    eine sinnvolle/empfehlenswerte Veröffentlichung bzw. Veranstaltung entscheidet. Daher

    sollen lediglich Kongresse anderer Fachgesellschaften aufgenommen werden. Ziel ist die

    Belebung der Website.

     

    Zu TOP 5

    Frau Dr. Graf präsentiert den aktuellen Stand der Mitgliederentwicklung. Seit 2015 ist die

    Mitgliederzahl der DGD kontinuierlich auf 223 Mitglieder gewachsen (Stand Dezember 2017).

    Ziel ist die Gewinnung weiterer Mitglieder, vor allem auch aus anderen Fachbereichen.

    Im Anschluss präsentiert Frau Dr. Graf den Stand der Vereinskasse. Die Unterlagen wurden

    zuvor von Herrn Dr. Limbrock und Frau Hofmeyer geprüft und für korrekt befunden.

     

    Zu TOP 6

    Der Antrag auf Entlastung des gesamten Vorstands wurde von Frau Prof. A. Keilmann

    gestellt. Unter Enthaltung des Vorstands wird der Vorstand einstimmig entlastet (57 ja-

    Stimmen, 0 nein-Stimmen, vier Enthaltungen).

     

    Zu TOP 7

    Der erste Vorsitzende Prof. Hörmann schlug Frau Dr. Simone Graf als Tagungspräsidentin

    für 2019 in Stuttgart vor. Die Wahl der Tagungspräsidentin 2019 erfolgte in nicht-geheimer

    Wahl (auf vorherige Anfrage durch den 1. Vorsitzenden wurde kein Antrag auf geheime Wahl

    gestellt). Frau Dr. Simone Graf wird zur Tagungspräsidenten 2019 gewählt (Ja-Stimmen: 60,

    Nein-Stimmen 0, Enthaltungen: 1).

    Die Gewählte nahm die Wahl an.

     

    Zu TOP 8

    Im Jahr 2017 konnte die DGD zwei Fördernde Mitglieder gewinnen, die die Gesellschaft

    seitdem unterstützen. Die von den Fördernden Mitglieder zur Verfügung gestellten Mittel

    dienen ausschließlich der Unterstützung der Organisation, wobei eine inhaltliche

    Mitbestimmung ausgeschlossen ist. Eine Unterstützung der Gesellschaft durch Fördernde

    Mitglieder ist notwendig, um der wachsenden Gesellschaft die Organisation sowie die

    inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung zu ermöglichen.

     

    Die Sitzung wurde um 18:40 Uhr von Herrn Prof. Hörmann mit einem Dank an alle

    Anwesenden ordnungsgemäß geschlossen.

    Prof. Dr. med. Karl Hörmann 1. Vorsitzender

    Prof. Dr. med. Rainer Dziewas 2. Vorsitzender

    Herr Christian Ledl, Sekretär

    Dr. med. Simone Graf, Schatzmeisterin

     

     

    Protokoll herunterladen (PDF 0,4 MB)

     

     

  • Information:

    Aktualisierung der DGN-Leitlinie „Neurogene Dysphagien“

     

     

    Liebe Mitglieder der DGD,

     

    die o.g. Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) wurde von mir in Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. Rainer Dziewas/Münster aktualisiert.

     

    Auch wenn es sich nur um wenige Änderungen handelte, mussten diese ein Peer-Review-Verfahren durchlaufen. Am 18. Oktober 2014 erhielt ich die Mitteilung, dass diese Änderungen angenommen wurden. In den nächsten Wochen wird der Thieme-Verlag die Aktualisierung umsetzen – wie ich bei dieser Gelegenheit erfuhr, nicht mehr im Leitlinienbuch, sondern in den digitalen Versionen. Diese können bekanntlich auf der DGN-Website (dgn.org) abgerufen werden und sind auch als App (einzeln oder im Gesamtpaket aller DGN-Leitlinien) erhältlich – eine komfortable Sache. Denn Sie können auf diese Weise z.B. auf Ihrem Handy stets alle Leitlinien einsehen.

     

     

     

    Die Gültigkeit der Leitlinie wurde durch die AWMF bis zum 31.12.2016 verlängert.

     

     

     

    Die aktualisierte Fassung wird vermutlich zum Jahresende vorliegen.

     

     

     

    Auf der DGD-Tagung im März 2015 werde ich in aller Kürze die Aktualisierungsinhalte vorstellen.

     

     

     

    An dieser Stelle möchte ich Rainer Dziewas für seine Mitarbeit, der DGN und der AWMF für die hilfreiche Kooperation und dem Thieme-Verlag für die rasche Umsetzung aufrichtig danken.

     

     

     

    Herzlich

     

    Ihr

     

     

     

    Mario Prosiegel/München

     

    1. Vorsitzender der DGD

  • Artikel:

    Von Ratten und Menschen – Kurzbesprechung einer tierexperimentellen Arbeit

    Sugiyama N, Nishiyama E, Nishikawa Y, Sasamura T, Nakade S, Okawa K, Nagasawa T, Yuki A. A novel animal model of dysphagia following stroke. Dysphagia 2014;29:61-67

     

     

     

    Einleitung. Einseitige Großhirnläsionen aufgrund von Schlaganfällen sind die häufigste Ursache neurogener Dysphagien. Dominierende Störungen sind (bei Affektion der schluckdominanten Großhirnhälfte) eine verzögerte Reflextriggerung mit prädeglutitivem Leaking sowie – in Abhängigkeit von sensiblen Störungen – (stille) Aspirationen [1, 2]. Da dysphagiebedingte Aspirationspneumonien die häufigste Todesursache medizinischer Komplikationen nach Schlaganfall darstellen, ist ein tierexperimentelles Modell wichtig, um therapeutische Interventionen erproben zu können.

     

    Zusammenfassung. Die japanische Forschergruppe führte bei anästhesierten Ratten einen 90-minütigen Verschluss des rechten Mediahauptstammes durch, wodurch es zu einseitigen zerebralen Perfusionsstörungen kam. Es handelte sich um 57 Tiere und folgende Gruppen: 1) Bei 24 Ratten wurde der (rechte) Mediahauptstamm verschlossen (Verum-Gruppe); 2) 15 Tiere wurden der gleichen Operation unterzogen, allerdings ohne Mediaverschluss (Sham-Gruppe; schein-expononierte Gruppe); 3) drei Ratten blieben unversehrt (Kontroll-Gruppe); 4) 15 Tiere erhielten nach rechtsseitigem Mediaverschluss auf oralem Wege Zitronensäure, Capsaicin oder L-Menthol verabreicht (je 5 Tiere). Schlucken wurde durch oral appliziertes Wasser (10-Minuten-Infusion in den pharyngolaryngealen Bereich) ausgelöst.

     

    Gemessen wurden die Schluckreflextriggerung (Zeit von Beginn der Flüssigkeitsapplikation bis zur elektrischen Aktivität im M. mylohyoideus) und die Zahl der Schlücke während der 10-minütigen Flüssigkeitsinfusion.

     

    Die Zeit bis zur Schluckreflextriggerung war in der Verum-Gruppe (nach zwei Wochen) im Vergleich zu den unversehrten Kontrollen signifikant verlängert (2,3 vs 0,93 Sekunden), die Zahl der Schlücke signifikant vermindert (7,7 vs 13,5 Schlücke/10 Minuten). Ein diesbezüglicher signifikanter Unterschied ergab sich auch für die Verum-Tiere im Vergleich zur schein-exponierten Gruppe. Capsaicin und Zitronensäure führten (im Vergleich zu Wasser) zu einer signifikanten Zunahme der Schluckfrequenz, L-Menthol hingegen nicht.

     

     

     

    Beurteilung. Die Ergebnisse dieser Studie sind aus mehreren Gründen sehr interessant und relevant. 1) Es ist die erste tierexperimentelle Untersuchung, in der eine Störung von Schluckparametern durch einseitige (sub)kortikale Großhirndysfunktion (infolge Mediahauptstammverschluss) „erzeugt“ werden konnte. 2) Die Studie bestätigt Befunde an Schlaganfall-Betroffenen, wonach eine verzögerte Schluckreflextriggerung eine dominierende Folge einseitiger Großhirnläsionen ist. 3) Die erniedrigte Schluckfrequenz spricht (ohne es zu beweisen) für eine Erhöhung der sensiblen Schwelle (für Flüssigkeiten). 4) Das Model ist geeignet zur Untersuchung von Substanzen, die gestörte Schluckparameter verbessern/normalisieren können (bei aller Vorsicht bzgl. der Übertragung tierexperimenteller Befunde auf den Menschen).

     

    Ein besonders wichtiger Unterschied zwischen Ratte und Mensch ist, dass bei diesem Versuchstier erst nach zwei Wochen signifikante Störungen von Schluckparametern auftraten (beim Mensch bereits unmittelbar nach dem Schlaganfall).

     

    Das rechte Mediaversorgungsgebiet wurde ausgeschaltet, weil beim Menschen nach rechtsseitigen Großhirnläsionen häufiger pharyngeale Störungen (wie z.B. verzögerte Schluckreflextriggerung) als orale Störungen auftreten; streng genommen kann man die Ergebnisse daher nicht auf Menschen mit linkshirnigen Läsionen übertragen. Um dieses Problem zu lösen, wäre es eigentlich notwendig, aber wohl nur sehr schwer möglich, bei Versuchstieren jeweils vor experimentellen Mediaverschlüssen die Schluckdominanz zu bestimmen.

     

    Implikationen: Überträgt man die Befunde auf schluckgestörte Menschen mit einseitigen Läsionen der schluckdominanten Großhirnhälfte, so handelt es sich unter Berücksichtigung der bereits existierenden Literatur wohl um eine komplexe Gemengelage: Die verzögerte Schluckreflextriggerung führt zu (prädeglutitivem) Leaking [1, 2]; tritt eine (bei Menschen in etwa 2/3 an den Gaumenbögen nachweisbare) Erhöhung der sensiblen Schwelle hinzu, verstärkt dies die Tendenz zur Schluckreflexverzögerung bzw. zu verringerter Schluckfrequenz; betrifft die sensible Schwellenerhöhung auch den pharyngolaryngealen Bereich, so können (stille) Aspirationen resultieren [2].

     

    Die Gattung der Ratten (und der Mäuse) steht uns Menschen nach den Primaten am nächsten. Der 2014 für die Erforschung der Raumorientierung verliehene Medizin-Nobelpreis ging an drei WissenschaftlerInnen, die ihre bahnbrechenden Untersuchungen ebenfalls an Ratten durchführten.

     

    Derzeit ist dieses Tiermodell wohl am geeignetsten, um pharmakologische Interventionen bei Dysphagien nach einseitigen Großhirnläsionen auszutesten.

     

     

     

    Literatur:

     

    1.    Oommen ER, Kim Y, McCullough G. Stage transition and laryngeal closure in poststroke patients with dysphagia. Dysphagia 2011;26:318-323

     

    2.    Power ML, Hamdy S, Singh S, Tyrrell PJ, Turnbull I, Thompson DG. Deglutitive laryngeal closure in stroke patients. J Neurol Neurosurg Psychiatry 2007;78:141–146

     

     

     

    Mario Prosiegel

     

    München

Downloads

 

9. Jahrestagung der DGD

28.-30. März 2019,
ICS Messe Stuttgart

(Flyer PDF 0,9)

 

 

 

 

Book of Abstract 2018

Download (PDF 1,6 MB)

 

 

 

 

 

 

 

ARCHIV

 

2017

Book of Abstract 2017 (PDF 0,4 MB)

Newsletter 2017 (PNG  0,2 MB)

Round table 2017 (PDF 0,4 MB)

Tagungsprogramm 2017 (PDF 3,7 MB)

 

2014

Newsletter 11

Protokoll der Mitgliederversammlung 2014

Programm Jahrestagung 2014

Newsletter 10

 

 

2013

Newsletter

Protokoll Mitgliederversammlung

 

 

2012

Newsletter 8

Newsletter 7

Newsletter 6

 

 

Interessante Links

 

European Society for Swallowing Disorders

www.myessd.org  

 

AG Dysphagie München e.V.

www.ag-dysphagie-muenchen.de

 

Deutsche Gesellschaft für Endoskopie und bildgebende Verfahren e.V.

www.dge-bv.de 

 

Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V.

www.dgvs.de  

 

American Society for Gastrointestinal Endoscopy

www.asge.org 

 

Deutsche Gesellschaft Phoniatrie und Pädaudiologie e.V.

www.dgpp.de   

 

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.

www.hno.org       

 

Schweizerische Gesellschaft für Dysphagie

www.dysphagie-suisse.ch

 

Fachpraxis für Endoskopie in München – Gastroenterologie am Isartor

www.endoskopie-docs.de     

 

English speaking Pratice Gastroenterology

www.gastroenterologistmunich.de  

 

 

 

 

Deutsche interdisziplinäre Gesellschaft für Dysphagie | dysphagie@lrz.tu-muenchen.de

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